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FAQ

Haben Sie eine Literaturempfehlung für mich?

Inzwischen gibt es eine Vielzahl an Ratgebern, Kinder- und Jugendbüchern rund um die Themen Abschied, Tod und Trauer. Nicht jedes Buch ist gelungen, nicht jedes für jede Person passend und oftmals die Auswahl sehr individuell.

Häufig werden wir nach einem hilfreichen Buch gefragt, das Eltern oder andere Erwachsene unterstützen kann, Kindern das Thema nahezubringen oder das bei einem akuten Todesfall Kindern eine Hilfe sein könnte.

Nicht immer finden Kinder die Bücher, die Erwachsene für sie aussuchen, ansprechend und nicht alle Kinder wollen sich in Form eines Buches mit dem Thema auseinandersetzen. Darum sind wir mit Buchempfehlungen zurückhaltend.

Buchtipp des Monats

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass viele Bibliotheken eine recht gute Abteilung zum Thema Tod und Trauer haben. Oft macht es Sinn, dort zu stöbern, einige Bücher auszuleihen und mit den Kindern auszuprobieren, bevor man sie kauft.

Auf unserer Website finden Sie jeden Monat einen Buchtipp zum Thema.
 
Gerne schicken wir Ihnen gegen eine Schutzgebühr von 3,45 Euro unsere kommentierte Literaturliste zu. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, gibt Ihnen jedoch mit rund 150 Titeln einen guten Überblick über viele „Klassiker“ aber auch Neuerscheinungen zum Thema.

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Können Sie mir einen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten empfehlen?

Es ist schwer, einen Therapeuten zu empfehlen, ohne die Umstände und Zusammenhänge oder ihr Kind zu kennen. Außerdem hat die Wahl eines passenden Therapeuten immer auch mit persönlichen Vorlieben, bevorzugten Methoden und nicht zuletzt mit Sympathie zu tun.

Darum kann Trauerland keine direkten Empfehlungen aussprechen. Zumal wir auch nur einen Bruchteil der Angebote in Bremen und Umgebung persönlich kennen.

Informationen über entsprechende Angebote in ihrer Nähe sollten Sie in der Regel bei ihrer Krankenkasse, bei ihrem Haus- oder Kinderarzt erhalten können. Darüber hinaus können Sie auch im  Internet eine Reihe hilfreicher Informationen über verschiedene Therapierichtungen und Adressen der Therapeuten in ihrer Nähe finden:
www.bptk.de/service/therapeutensuche.html
Seite der Bundespsychotherapeutenkammer
www.lpk-hb.de
Seite der Psychotherapeutenkammer Bremen
www.therapie.de/psyche/info
Seite des Vereins Pro Psychotherapie e.V., Informationsplattform für Laien und Experten

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Ich wohne nicht in Bremen. Welche Hilfen und Angebote gibt es in meiner Nähe?

Bundesweit gibt es eine Reihe von Einrichtungen und Initiativen, die Kindern und Jugendlichen Begleitung und Unterstützung bei Abschied, Tod und Trauer anbieten. Obwohl wir über eine gutes Netzwerk verfügen, kennen wir nicht alle Angebote. Einige Initiativen arbeiten in enger Kooperation mit Trauerland in Bremen. Viele haben jedoch andere Konzepte.

Gerne dürfen Sie sich per E-Mail oder telefonisch unter 0421/696672-0 mit der Frage an uns wenden. Eine gute Informationsquelle sind immer auch die örtlichen Hospizvereine, die es inzwischen bundesweit in jeder größeren Stadt gibt. Auch Erziehungsberatungsstellen sind in der Regel eine erste Anlaufstelle, wenn Sie spezifische Unterstützung für ein Kind oder Jugendlichen suchen.

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Mein Kind möchte nicht mit mir über seine Gefühle sprechen und lehnt es auch ab, Ihre Einrichtung kennenzulernen. Was soll ich tun?

Nicht alle Kinder möchten über das sprechen, das sie bewegt und nicht alle Kinder möchten unsere Gruppenangebote kennenlernen. Dafür kann es eine Vielzahl von Gründen geben:

Häufig wollen wir Erwachsene Kindern möglichst schnell und möglichst umfassend nach einem Todesfall Unterstützung geben. Manchmal ist der Zeitpunkt für Kinder dann noch zu früh. Manche Mädchen und Jungen Kinder wollen oder können sich in den ersten Wochen oder Monaten nachdem jemand gestorben ist, nicht damit auseinandersetzen. Sie flüchten sich in Alltag und Ablenkung.

Sie können noch gar nicht begreifen, dass der Tod tatsächlich nicht mehr rückgängig zu machen ist. Manche übernehmen zunächst auch innerhalb der Familie viel Verantwortung. Sie sind dann stark und eine Stütze für Familienmitglieder, die selbst durch den Todesfall sehr belastet und betroffen sind. Die Kinder stellen in einer solchen Situation ihre eigenen Gefühle, Fragen und Gedanken zurück.

Wege für die Trauer finden

Daher kann es sinnvoll sein, den Mädchen und Jungen mehr Zeit zu geben. Signalisieren Sie ihnen, dass sie offen für das Thema und für Fragen sind. Machen Sie zu einem späteren Zeitpunkt erneut Angebote zur Auseinandersetzung mit dem Geschehenen, ohne die Kinder zu drängen. Vertrauen Sie darauf, dass Kinder in der Regel selbst den für sie richtigen Zeitpunkt wählen.

Manchen Kindern fällt es leichter, außerhalb der Familie das Thema Tod zu besprechen oder ihre Gefühle zu zeigen. So teilen sie sich manchmal gleichaltrigen Freunden oder anderen Erwachsenen mit, zu denen sie eine vertrauensvolle Beziehung haben.

Das ist kein Zeichen für mangelndes Vertrauen den Eltern gegenüber, sondern häufig wollen Kinder ihre Eltern schonen und nicht noch trauriger machen. Oft fällt es ihnen leichter, bestimmte Gedanken und Fragen gegenüber Menschen zu äußern, die nicht unmittelbar betroffen sind.

Nicht alle Kinder sprechen über das, was sie bewegt. Wenn ihr Kind auch vor dem Todesfall eher wenig über seine Gedanken und Gefühle gesprochen hat, so wird es in der Regel auch nach einem Todesfall nicht damit anfangen. Versuchen Sie, gemeinsam mit ihrem Kind andere Möglichkeiten des Ausdrucks und der Auseinandersetzung zu finden.

Die meisten Kinder (und auch Erwachsenen), die zum ersten Mal zu uns kommen, sind nervös und haben Angst vor dem, was sie im Trauerland vielleicht erwartet. In der Regel sind die Kinder und Jugendlichen dann erstaunt und erleichtert, wenn sie bei einem ersten Besuch feststellen, dass neben den ernsten und traurigen Momenten immer auch Platz für Fröhlichkeit und ungezwungenes Miteinander ist.

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Mein Kind möchte nicht in ihre Gruppen kommen. Darf ich trotzdem an der Elterngruppe teilnehmen?

Nein. Unsere Angebote richten sich in erster Linie an Kinder und Jugendliche. Diese werden zu den Trauergruppen in der Regel von Eltern oder anderen Erwachsenen begleitet. Die parallel zu den Kindertrauergruppen stattfindende Gesprächsgruppe für Erwachsenen verstehen wir ausschließlich als ergänzendes Angebot zu den Kindertrauergruppen.

Suchen Sie für sich nach einem Gesprächskreis oder einer Unterstützung, so bieten in der Regel die örtlichen Hospizvereine oder beim Tod eines eigenen Kindes die Verwaisten Eltern (Bundesverband der Verwaisten Eltern e. V.: www.veid.de) professionelle Begleitung an.

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Sind die Angebote kostenpflichtig?

Die Teilnahme an allen Trauergruppen und Trauertreffs ist für alle Betroffenen kostenlos. Da wir unsere Angebote ausschließlich über Spenden finanzieren, freuen wir uns jedoch über eine Spende - sofern das möglich ist.

Beratungen für betroffene Familien sind einschließlich des dritten Gesprächs kostenlos. Ab dem vierten Termin erheben wir einen Beitrag, der sich an den üblichen Sätzen für therapeutische Gespräche orientiert.

Sollte eine längerfristige intensive Begleitung eines Kindes nach einem Todesfall notwendig werden, so besteht die Möglichkeit, diese in Bremen in Kooperation mit dem Jugendamt als Maßnahme der Jugendhilfe zu finanzieren.

Vorträge, Seminare und Schulungen sind kostenpflichtig – gerne erstellen wir Ihnen ein individuelles auf Ihre Wünsche zugeschnittenes Angebot. Mehr zu unseren Angeboten können Sie in der Rubrik "Angebote" erfahren.

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Wer darf zu Ihnen kommen?

Unsere Angebote richten sich an alle Familien, bei denen ein nahestehender Mensch gestorben ist. Wir machen keinerlei Unterschiede oder Einschränkungen, was das Alter oder den Entwicklungsstand der betroffenen Kinder, die Todesursache, die Todesumstände oder den Todeszeitpunkt angeht.

Trauerland hat spezifische Angebote für Kinder verschiedenen Alters. Es gibt ein eigenes Angebot für Familien, die von Suizid betroffen sind.

Auch wenn sie nicht direkt selbst betroffen sind, aber Kontakt zu einer trauernden Familie haben (beruflich oder privat) dürfen Sie sich für Beratung an uns wenden.

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Bei uns ist niemand gestorben - dürfen wir trotzdem an Ihren Angeboten teilnehmen?

Kinder erleben auch in anderen Zusammenhängen Verlust und Trauer, beispielsweise wenn Eltern sich trennen oder sie nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können. Jedoch haben unsere Erfahrungen gezeigt, dass der Verlust durch Tod eine deutlich andere Qualität hat.

Daher ist es aus fachlicher Sicht für die Kinder nicht hilfreich, sie in unseren Trauergruppen zusammenzufassen. Darum richten sich unsere Angebote ausschließlich an Familien, in denen jemand gestorben ist. Für Kinder aus Trennungs- und Scheidungsfamilien, aber auch für Pflegekinder existieren in vielen Städten bereits eigene, spezifische Angebote.

Wenn jemand voraussichtlich in naher Zukunft sterben wird, ist es manchmal sinnvoll, Trauerland bereits vor dem Tod mit anderen Einrichtungen zu vernetzen, die Familien in dieser Phase begleiten. So kann eine möglichst kontinuierliche und lückenlose Begleitung erreicht werden.

In solchen Fällen unterstützt Trauerland die Familien darin, den Kindern den bevorstehenden Tod eines nahen Menschen altersgerecht zu erklären oder sie auf eine Teilnahme an einer unserer Trauergruppen vorzubereiten.

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Können Sie auch zu uns nach Hause, in den Kindergarten oder die Schule kommen?

In der Regel finden alle persönlichen Beratungen, alle Gruppen und andere Unterstützungsangebote für Kinder und Jugendliche in unseren Gruppenräumen statt. Im Einzelfall ist es aber manchmal notwendig, dass wir zu Ihnen nach Hause, in den Kindergarten oder die Schule kommen.

Bitte sprechen Sie uns an und wir überlegen gemeinsam, was sinnvoll und realisierbar ist. Sie erreichen uns per E-Mail oder unter 04 21 / 69 66 72-0.

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Seit wann gibt es Trauerland?

Trauerland ist im November 1999 gegründet worden. Beate Alefeld-Gerges hat den Verein initiiert.

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