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Trauerland initiiert Angebot für geflüchtete Kinder, Jugendliche und deren Familien aus der Ukraine

Trauerland initiiert ein neues Angebot für geflüchtete Kinder, Jugendliche und deren Familien aus der Ukraine. Geplant sind zwei Trauergruppen für verschiedene Altersstufen. Der Start ist voraussichtlich am 8. September 2022.

Nachdem Trauerland in den vergangenen Wochen mehrfach um Hilfe gebeten wurde, wenn es darum ging, geflüchteten Kindern und Jugendlichen die Todesnachricht von Angehörigen in der Ukraine zu überbringen, hat der gemeinnützige Verein ein Konzept erarbeitet, um junge Geflüchtete aus der Ukraine nachhaltig zu unterstützen.

Geplant sind Trauergruppen für 3 bis 9-jährige Kinder sowie für 10 bis 16-jährige Jugendliche. Vorgesehen ist, dass die Kinder und Jugendlichen jeweils mit einer Begleitperson zu den Treffen kommen. Für die erwachsenen Angehörigen werden parallel separate Trauergruppen angeboten.

Betroffene Familien sowie Menschen, die mit betroffenen Familien in Kontakt stehen, können sich ab sofort für die Gruppenangebote an Trauerland wenden. Anmeldungen und weitere Fragen nehmen Trauerlands Fachkräfte gern am Beratungstelefon entgegen.

Des Weiteren sucht Trauerland für die beiden Gruppenangebote noch Sprachmittler/Innen, die neben deutsch auch ukrainisch oder russisch sprechen. Interessierte wenden sich bitte ebenfalls an das Beratungstelefon.

Hier geht es zum Beratungstelefon

trauerland bildung feiert mit den AbsolventInnen des ersten Ausbildungsdurchgangs

Am Sonntag konnten wir den ersten AbsolventInnen der Trauerland-Ausbildung® zur systemischen Kinder- und Jugendtrauerbegleitung ihre Zertifikate überreichen. Die Ausbildung erstreckte sich über 15 Monate und basiert auf dem Trauerland-Konzept von Vereinsgründerin Beate Alefeld-Gerges.

„Die Teilnehmenden des ersten Durchgangs zu verabschieden, war sehr berührend. Ich bin dankbar, dass jetzt 15 Menschen in die Welt hinausgehen und auf ihre ganz besondere Weise trauernde Menschen unterstützen“, reflektiert Beate Alefeld-Gerges. Die Trauerland-Ausbildung® war für Beate Alefeld-Gerges ein langjähriger Herzenswunsch, der dank einer Projektförderung durch die SKala-Initiative verwirklicht werden konnte. Nach eineinhalb Jahren Konzeption konnte die Ausbildung im Februar 2021 starten. Ziel der Ausbildung ist die Fähigkeit, Kinder und Jugendliche nach einem Todesfall in ihren Bedürfnissen zu verstehen und sie auf ihrem individuellen Trauerweg zu begleiten.

Gut gerüstet für die Arbeit mit trauernden Kindern und Jugendlichen

Für die AbsolventInnen des ersten Ausbildungsdurchgangs geht eine aufregende Reise und intensive Auseinandersetzung mit dem Leben, dem Sterben und der Trauer zu Ende. Die bunt gemischte Gruppe aus verschiedenen Berufszweigen wie Hospiz, Schule, Palliative Care oder Kirche zog es aus mehreren Bundesländern zur Ausbildung nach Bremen. Die Teilnehmenden eint das Bedürfnis, in ihrer Arbeit Kinder und Jugendliche nach einem Todesfall professionell begleiten zu können. „In meiner Arbeit im Krankenhaus habe ich festgestellt, wie wenig Platz es für Trauer gibt. Angehörige stehen oft ohne Möglichkeiten da, die Trauer zu verarbeiten. Ich habe mir gedacht, das reicht nicht“, berichtet eine Absolventin aus dem klinischen Alltag der Logopädie. Sie und ihre AusbildungskollegInnen freuen sich, dass das neu gewonnene Wissen nun nachhaltig ihren Arbeitsalltag prägen kann: „Als Pastorin ist der Einbezug von Kindern in Trauerfeiern sowieso ein Thema für mich. Der theoretische Hintergrund war wirklich ein Gewinn für mich, da ich schon während der Ausbildung in meiner praktischen Arbeit von dem konkreten Wissen profitieren konnte.“

Nächster Ausbildungsdurchgang startet im September

Die Trauerland-Ausbildung® umfasst 11 Module, vermittelt eine familiensystemische Herangehensweise in der Trauerbegleitung und ist von der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen/Bremen akkreditiert. Der nächste Ausbildungsdurchgang startet im September 2022. Alle weiteren Infos gibt es hier.

Schutz- und Hygienemaßnahmen für Gruppen- und Beratungstermine

Bei Trauerland gibt es derzeit in Hinblick auf die Corona-Pandemie keine Zugangsbeschränkungen in Form von G-Regelungen mehr. Allerdings gilt in unseren Räumen weiterhin die Maskenpflicht.

Wir haben unsere Schutz- und Hygienemaßnahmen an die neue Corona-Verordnung der Stadt Bremen angepasst. Daher entfallen ab sofort die G-Regelungen für den Besuch bzw. die Teilnahme an Trauerland-Angeboten.

Wir machen jedoch von unserem Hausrecht Gebrauch und bitten alle Menschen ab 6 Jahren, die zu uns kommen, um das Tragen eines Mund-Nasenschutzes (OP- oder FFP2-Maske).

Des Weiteren möchten wir alle bitten, weiterhin möglichst Abstand zueinander zu halten und beim Ankommen in den Räumlichkeiten die Hände zu waschen bzw. zu desinfizieren.

trauerland bildung: gesamtes Weiterbildungsangebot durch Psychotherapeutenkammer akkreditiert

Die Psychotherapeutenkammer Niedersachsen/Bremen hat im Frühjahr das gesamte trauerland bildung Programm akkreditiert und mit Fortbildungspunkten versehen.

Nachdem die Trauerland-Ausbildung® zur systemischen Kinder- und Jugendtrauerbegleitung bereits letztes Jahr akkreditiert wurde, können Fachkräfte seit Frühjahr auch alle Workshops und (Online-)Seminare von trauerland bildung im Rahmen der Fortbildungspflicht anerkennen lassen. „Das Qualitätsmerkmal der Akkreditierung erleichtert psychologischen und pädagogischen Fachkräften an entsprechenden Institutionen die Anrechnung der bei uns absolvierten Weiter- und Fortbildungen“, erklärt Andrea von Fleischbein (Bildung | Netzwerke).

Das Bildungsangebot Trauerlands, das unter trauerland bildung zusammengefasst ist, bereitet Fachkräfte auf den Ernstfall vor und qualifiziert sie, um Kinder und Jugendliche nach einem Todesfall im nahen Umfeld zu unterstützen. Zum Programm gehören unter anderem 2-stündige Online-Seminare für den Einstieg als auch vertiefende Veranstaltungen wie das 2-tägige Wochenendseminar „Ist Papa jetzt ein Stern?“.

Eine Übersicht aller Termine für das Jahr 2022 gibt es hier: www.trauerland-bildung.de/events.

Trauern in unsicheren Zeiten – Trauerlands Fachkräfte leisten Hilfestellung

Die zusätzlichen Belastungen durch die in vielerlei Hinsicht unsicheren Zeiten machen sich auch in der Arbeit von Trauerland bemerkbar. Trauerlands Fachkräfte raten, gerade jetzt insbesondere Jugendliche zu unterstützen und geben Angehörigen Hilfestellung, wie das gelingen kann.

Mit dem Krieg in der Ukraine ist in ohnehin unsicheren Zeiten ein weiterer Faktor hinzugekommen, der Belastungsgefühle verstärken kann. „In den Kinder- und Jugendtrauergruppen haben sich die Betroffenen in den letzten Wochen natürlich auch über den Krieg ausgetauscht oder ihre Ängste hierzu geschildert. Zudem werden auch generelle Zukunftssorgen geäußert“, sagt Maja Usselmann, stellvertretende pädagogische Leitung von Trauerland. „Auf der anderen Seite hören wir aktuell von vielen der erwachsenen Angehörigen, dass sie kaum noch Zugang zu ihren Kindern finden.“

Dass die Kommunikation zwischen Kindern und Angehörigen nach einem Todesfall in der Familie oder im nahen Umfeld erschwert ist, erleben Fachkräfte von Trauerland häufiger. Doch derzeit gehen besonders viele Anfragen betroffener Angehöriger am Beratungstelefon ein, die sich Sorgen um ihr Kind im Jugendalter machen, da es sich beispielsweise zurückzieht, keine Verabredungen mehr hat und viel Zeit mit Medienkonsum verbringt. „Wir erleben, dass die gegenwärtige Lage natürlich auch für die erwachsenen Angehörigen belastend und kraftraubend ist“, berichtet Usselmann. „Dennoch halten wir es für sehr wichtig, bei den Jugendlichen gerade jetzt am Ball zu bleiben.“

Dabei steht das Team beispielsweise am Beratungstelefon zur Seite. „Wir beraten die Angehörigen, dann dahingehend, was in der individuellen Situation helfen kann und zeigen Wege auf, die Kommunikation wieder aufleben zu lassen“, so Usselmann. „Eine Möglichkeit kann es sein, ein gemeinsames Ritual einzuführen, das beiden Spaß macht, wie etwa einmal in der Woche etwas Besonderes gemeinsam zu kochen.“

Das Beratungstelefon ist dreimal wöchentlich geschaltet und zu folgenden Zeiten unter der Telefonnummer 0421 / 69 66 72 80 zu erreichen:

Montags 13.30 – 15.30 Uhr
Mittwochs 16 – 18 Uhr
Freitags 10 – 12 Uhr

Hier finden Sie weitere Meldungen zum Beratungstelefon:
Neu: Beratungstelefon ab Januar täglich erreichbar (2018)
Telefonthema des Monats: Abschiede gestalten (2021)
Neue Zeiten fürs Beratungstelefon (2021)

Gemeinsam durch den Winter – 3-Wochen-Stärke-Programm auf YouTube

In unserer täglichen Arbeit erfahren wir immer wieder, dass sich derzeit viele junge Menschen stark belastet fühlen. Wintergrau und Pandemie zerren an den Nerven. Gerade wenn noch weitere Belastungen im persönlichen, schulischen oder beruflichen Umfeld hinzukommen, kann die gegenwärtige Lage Sorgen, Unwohlsein oder Ängste bereiten bzw. noch verstärken.

Darum haben wir uns ein 3-Wochen-Stärke-Programm ausgedacht, um alle, die derzeit eine extra Portion Stärke brauchen können, zu begleiten und dabei zu unterstützen können, einen guten Start in das noch junge Jahr 2022 hinzulegen.

Beginnend ab dem 31.01.2022 stellen wir drei Wochen lang auf unserem YouTube-Kanal www.youtube.com/Trauerland jeden Montag ein Stärke-Paket mit verschiedenen Elementen bereit. Neben einem inhaltlichen Schwerpunktthema enthält jedes Paket Gedankenexperimente, Meditationen und Körperübungen, die dabei helfen können, das Wohlbefinden zu verbessern.

Alle weiteren Informationen zu unseren Unterstützungsvideos gibt es hier.

Bei Fragen oder Anregungen, ist das Beratungstelefon weiterhin erreichbar unter: 0421-69 66 72 80 oder beratung@trauerland.org.

Trauerland startet Newsletter

Wir freuen uns riesig zu verkünden, dass Trauerland ab sofort alle Interessierten per Newsletter über das Geschehen rund um unseren Verein auf dem Laufenden hält.

Unser Newsletter ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen von Trauerland und informiert etwa 2-3 Mal im Jahr über Veranstaltungen, Unterstützungsmöglichkeiten und Ereignisse.

Wer Interesse hat, regelmäßig und zuverlässig unsere Neuigkeiten zu erhalten, kann sich einfach über das Anmeldeformular zum Newsletter hier eintragen.

Unser neuer SRS-Wirkungsbericht ist da

Wir freuen uns sehr, dass unser neuer Wirkungsbericht nach dem Social Reporting Standard nun fertig ist. Der Report beschreibt die Entwicklung der Jahre 2019 und 2020. Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, kann den vollständigen Bericht hier lesen:

Trauerland SRS 2019 – 2020

Trauerland bringt Licht in die dunkle Jahreszeit

Am vergangenen Freitag haben wir bei gutem Wetter und Kerzenschein unser Lichterfest bei Trauerland gefeiert. Wir konnten innehalten, das vergangene Jahr Revue passieren lassen und uns an besondere Momente erinnern.

Nach einem gemeinsamen Spaziergang, der den Stadtteil erleuchtete, gab es noch heiße Waffeln, leckeren Punsch und ein Lichterritual. Ganz besonders haben wir uns über die vielen Gäste, die mit selbstgebastelten Laternen und Kerzenlichtern dazugekommen sind, gefreut. Zum Ausklang des Abends wurde noch zusammen gesungen.

Wir freuen uns bereits jetzt auf das Lichterfest im nächsten Jahr!

Trauerland gewinnt den Beisheim Impact Cube 2021

Die vergangenen zwei Jahre waren auch für uns eine große Herausforderung. Wie wir als Team durch die Krise gekommen sind, konnten wir beim diesjährigen Beisheim Impact Day zeigen. Denn genau um diese Fragen ging es im Wettbewerb der Beisheim Stiftung zum Thema „zusammenwirken & zusammenführen“. Die Stiftung zeichnete dabei dieses Jahr erstmalig Organisationen mit dem Beisheim Impact Cube aus.

In einem kurzen Beitrag zeigen wir, welche kreativen Lösungen wir gefunden haben und wie wir an neuen Aufgaben gewachsen sind. Für den Film wurde Trauerland mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Als Gewinner erhielten wir 10.000 EUR.

Neugierig geworden? Der gesamte Film lässt sich hier anschauen: